Traditionelle Heilweisen boomen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Seit einer Veröffentlichung von Volker Scheid, in der renommierten Medizin-Zeitschrift »Lancet« sprechen wir gar von einer Globalisierung der Traditionellen Chinesischen Medizin. Kaum ein westlich ausgebildeter Arzt weiß aber, dass die Chinesische Kräuterheilkunde in China eine noch größere Bedeutung hat als die bei uns so bekannte Akupunktur. Grund genug, Ihnen, die Sie wahrscheinlich ihre ersten guten Erfahrungen mit der Nadeltherapie gemacht haben, die Grundlagen dieser wertvollen Facette der TCM näher zu bringen.

Mehrere tausend Heilpflanzen

Wir kennen in der TCM einige tausend verschiedene Heilpflanzen. Die ganze Vielfalt ist bis heute noch gar nicht bekannt, geschweige denn vollständig erforscht. Notwendig für den alltäglichen Einsatz sind etwa 200 bis 300 Drogen. Besonders gut bewährt haben sich die Kräutermischungen für die Behandlung allergischer Erkrankungen, wie Asthma bronchiale, Heuschnupfen und Hautausschläge (hier gibt es sogar zwei von der Schuldmedizin anerkannte Doppelblindstudien), Schmerzen aller Art und Erkrankungen des Magen-Darmtraktes.Verordnet werden die Heilpflanzen immer als fixe Komposition mehrerer Kräuter, in der Absicht, die gewünschten Heilwirkungen zu verstärken, bei gleichzeitiger Minimierung der natürlich auch vorhandenen Nebenwirkungen. Je nach Befindlichkeit des Patienten werden dann einzelne Heilpflanzen hinzugefügt oder auch weggelassen, um so möglichst allen Symptomen des Erkrankten gerecht zu werden – genauso, wie Sie es ja auch von der Akupunktur kennen.

Energetische Mangelzustände behandeln

Der fachkundige Apotheker, der genauestens auf Qualität und Reinheit der Kräuter achtet, gibt rezeptierte Heilkräuter ab, die Sie sich dann zu Hause selbst kochen und nach ärztlicher Maßgabe trinken.

Die Kräuter helfen besonders gut dort, wo die Wirkung der Nadeln ihre Grenzen hat, nämlich bei energetischen Mangelzuständen (Müdigkeit, Abgeschlagenheit) und Beschwerden, die mit innerer Hitze einhergehen, z.B. Reizhusten, trockene Schleimhäute etc. Eine Domäne der Pflanzenheilkunde ist die Frauenheilkunde.

Nahezu sämtliche Frauenkrankheiten sind nebenwirkungsfrei behandel- oder heilbar.

Genauso wie bei der Akupunktur, sollten Sie sich allerdings nur einen erfahrenen Therapeuten anvertrauen. Adressen erhalten Sie beispielsweise bei der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft für TCM, der SMS und bei der Ersten Deutschen Klinik für TCM in Kötzting im Bayerischen Wald.