Die Diagnose aus der Regenbogenhaut und der Adnexe des menschlichen Auges geht auf den ungarischen Heilpraktiker und Arzt Ignaz von Pecely zurück, der im Jahre 1881 eine erste Veröffentlichung dazu herausbrachte.Bereits in der Antike (Hippokratiker) und im Mittelalter (Meyens, Hildegard von Bingen) wurde das Auge und seine Zeichen in die Diagnosefindung mit einbezogen.

Besonders in Deutschland fand diese Methode großes Interesse; es wurde im Laufe der Jahre viel Forschungsarbeit betrieben, die dieses Verfahren auf ein hohes Niveau gebracht hat. Besondere Verdienste um die Methode haben sich viele namhafte Naturheilkundler erworben wie Felke, Madaus, Flink, Baumhauer, Schnabel, Struck, Angerer, Broy, Lindemann, Maubach, Deck, Kleeblatt, Zähres und viele andere.

Die Augendiagnose ist bei weitem mehr als reine Phänomenologie; sie ist letztlich eine auf dem Boden naturheilkundlichen Denkens gewachsene Diagnosemethode.

In der Augendiagnose werden beurteilt:

  • die Pupille und der Pupillensaum
  • die Regenbogenhaut
  • die Sklera und Gefäßzeichnungen
  • die Lider und Lidränder
  • die Wimpern.

Der wichtigste Teil ist und bleibt aber die Iris (Regenbogenhaut):

hier müssen im wesentlichen interpretiert werden

  • die Farbe
  • die Dichte
  • die Struktur.

Dabei erhält der Diagnostiker Aufschlüsse über

  • den Energiehaushalt des Individuums
  • die Konstitution, Krankheitsdisposition und Krankheitsbereitschaft mit der individuellen Reaktionsweise
  • die Pathologie der Person
  • Funktionsstörungen aller Teile
  • Stoffwechselstörungen
  • subjektiven Beschwerden zugrunde liegenden Krankheitszuständen (consensuelle und antagonistische Reaktionen).