Sodbrennen, Magendrücken, Völlegefühl, Aufstoßen – alles Symptome, die praktisch jeder schon einmal erlebt hat. Jeder fünfte Deutsche leidet regelmäßig unter diesen Wohlstandskrankheiten. Der saure Mageninhalt verursacht lästiges Aufstoßen und ein unangenehmes Brennen, das besonders im Liegen oder beim Bücken auftritt bzw. zunimmt – die häufigsten Auslöser sind zu schnelles und zu säurereiches Essen (zu scharf, zu süß!), Stress, Ärger, Alkohol und Nikotin.

Die Schulmedizin versucht mit so genannten Antazida oder H2-Blockern die überschüssige Magensäure zu binden, was zwar kurzfristig meist Linderung bringt, längerfristig jedoch zu einer Störung der Magensäureproduktion führt. Dass es auch anders geht, hat jetzt ein interdisziplinäres Forscherteam der Universität Erlangen in einer groß angelegten Untersuchungsreihe herausgefunden: Demzufolge reduziert gezielte Elektroakupunktur – zwei- bis dreimal im Wochenabstand durchgeführt – die Magensäuresekretion nach der Behandlung signifikant.

Bei der Kontrollgruppe, die sich unwissentlich einer Scheinakupunktur unterzog, zeigte sich keinerlei Wirkung. Interessanterweise trat die Wirkung nur bei Elektroakupunktur auf, nicht jedoch bei der klassischen Nadelakupunktur und bei Laserakupunktur. Es bleibt abzuwarten, ob durch diese neue wissenschaftliche Erkenntnis ein Umdenken bei den Internisten in Gang kommt – zum Wohle der Patienten und der Kostenträger.